LEAR © Salzburger Festspiele / Thomas Aurin

Salzburger Festspiele 2017

Von 21. Juli bis 30. August 2017 setzte sich das Programm der Salzburger Festspiele mit unterschiedlichen Facetten der Macht auseinander. BesucherInnen aus aller Welt konnten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel insgesamt 195 Aufführungen an 15 Spielstätten erleben.

„Die Facetten der Macht spiegelten sich im Programm der Salzburger Festspiele 2017 wieder. Die Macht der Vergebung oder die Ohnmacht des Verzeihens in der Eröffnungsoper von Wolfgang A. Mozart La clemenza di Tito. Die politische Macht und die Ohnmacht der Besiegten in Verdis Aida. Das blutige Aufbegehren einer starken Frau gegen die Unterdrückung des Systems in Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch. Der Aufschrei der unterdrückten Kreatur gegen den Machtmissbrauch der Obrigkeit in Alban Bergs Wozzeck. Und das Fazit von Gewalt und Verblendung durch die Macht in Aribert Reimanns Lear.

Neben Künstlern, die bereits auf eine große Geschichte bei den Salzburger Festspielen zurückblicken können, wie Riccardo Muti, Anna Netrebko oder Daniel Barenboim, gab es in diesem Sommer einige hocherfolgreiche Debüts zu feiern. Teodor Currentzis begeisterte in der Oper wie im Konzert mit seinem Orchester musicAeterna und seinem musicAeterna Choir of Perm Opera. In La clemenza di Tito war es Marianne Crebassa, die augenblicklich zum Publikumsliebling avancierte. Asmik Grigorian als Marie im Wozzeck sowie Evgenia Muraveva in Lady Macbeth von Mzensk zählten ebenso zu den Sensationen dieses Sommers wie auch die Festspieldebüts der Pianisten Daniil Trifonov und Igor Levit, die beide denkwürdige Auftritte absolviert haben. Auch unter den Regisseuren gab es einige Salzburg-Debüts zu erleben: William Kentridge, Simon Stone, Shirin Neshat, Karin Henkel, 600 HIGHWAYMEN und Athina Rachel Tsangari inszenierten zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen. Mariss Jansons und Andreas Kriegenburg feierten beide ihr Operndebüt; Michael Sturminger sein Schauspieldebüt bei den Salzburger Festspielen, währenddessen Andrea Breth, Peter Sellars und Christof Loy zu den bereits bekannten Größen der Salzburger Festspiele gehören. Weiter…“

AIDA © Salzburger Festspiele / Monika Rittershaus
AIDA © Salzburger Festspiele / Monika Rittershaus
La CLEMENZA DI TITO © Salzburger Festspiele / Ruth Walz
La CLEMENZA DI TITO © Salzburger Festspiele / Ruth Walz
JEDERMANN © Salzburger Festspiele / Matthias Horn
JEDERMANN © Salzburger Festspiele / Matthias Horn

„Ich empfinde es als großes Glück, wenn Produktionen entstehen und nicht einfach hergestellt werden. Dass es gelingt, einen Pakt mit dem Publikum einzugehen, wenn man ihm den Respekt entgegenbringt, den es verdient, wenn man es intellektuell und im Herzen in aufrichtiger Weise fordert. Dass auch die Werke des 20. Jahrhunderts vom Publikum mit so viel Empathie getragen worden sind, freut mich besonders“, sagt Intendant Markus Hinterhäuser.

Lear 2017 – Simon Stone from Salzburger Festspielfonds on Vimeo.

La Clemenza di Tito 2017 – Peter Sellars from Salzburger Festspielfonds on Vimeo.

Aida 2017 – Riccardo Muti from Salzburger Festspielfonds on Vimeo.

Wozzeck 2017 – William Kentridge from Salzburger Festspielfonds on Vimeo.

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